Nächste wichtigen Schritte für das Klima: Erstellung von Klimaschutz- und Klimaanpassungsplänen beschlossen! 28. März 202528. März 2025 In der Stadtverordnetenversammlung wurden auf grüne Initiative hin und mit großer Mehrheit die Erstellung eines Klimaschutz-Aktionsplans und die Auflistung sinnvoller Maßnahmen zur Klimaadaption beschlossen. “Als Bündnis 90/Die Grünen setzen wir uns seit jeher für eine ambitionierte Umwelt- und Klimapolitik ein. Gemeinsam mit den anderen Allianz-Parteien haben wir im Juni 2021 beschlossen, dem Bündnis “Klima-Kommunen” beizutreten, es wurde im November 2024 eine Klimamanger:in eingestellt”, betont Tim Rieth, Co-Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Ausschusses für Klimaschutz und Umwelt. “Mit diesen Anträgen gehen wir die nächsten notwendigen Schritte in die Richtung einer lebenswerten Zukunft in unserer Mühlenstadt.” Durch den Beitritt zur Klimakommune hat sich Mühlheim unter anderem dazu verpflichtet, eine Energie- und CO2-Startbilanz aufzustellen, um Potentiale zu dessen Einsparung zu identifizieren, einen Aktionsplan mit Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen zu erarbeitet – und diese Maßnahmen anschließend natürlich auch umzusetzen. “Gerade lokale Maßnahmen sind oft besonders wirkungsvoll, da sie schnell umgesetzt werden können und direkt auf die spezifischen Herausforderungen vor Ort eingehen”, so Co-Fraktionssprecherin Gudrun Monat. “Klimaschutz und Klimaanpassung gehen dabei Hand in Hand: Einerseits müssen wir den Klimawandel bremsen (und da mit den CO2-Ausstoß reduzieren), andererseits müssen wir uns an die geänderten Umwelt- und Klimabedingungen anpassen.” Kommunen haben die Möglichkeit, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, die nicht nur dem Klimaschutz und der Klimaanpassung dienen, sondern auch die Lebensqualität der Menschen steigern. Im Gegensatz zu einem starren Konzept wie einem sogenannten Integrierten Klimaschutzkonzept, das eher für kreisfreie Kommunen geeignet ist und die Stadt in bestimmten Bereichen einschränken würde, bietet der Klima-Aktionsplan mehr Flexibilität und erlaubt, Maßnahmen gezielt dort zu planen und umzusetzen, wo Mühlheim als Kommune den größten Hebel hat. Ein wichtiger Punkt hierfür ist die energetische Erfassung der städtischen Gebäude. Mehr als 60 Gebäude werden von der Stadt Mühlheim bewirtschaftet – doch bisher fehlt eine einheitliche und softwaregestützte Erfassung ihres energetischen Zustands. “Das ist nicht nur eine ökologische Frage, sondern auch eine ökonomische!”, stellt Rieth klar. “Wenn wir gezielt und schrittweise investieren – erst dort, wo es sich am meisten lohnt – können wir langfristig Energiekosten einsparen, die CO2-Bilanz unserer Stadt verbessern und die kommunale Wärmeplanung voranbringen.” Eine Liste aller Maßnahmen zur Begrünung und Entsiegelung öffentlicher Flächen im Stadtgebiet soll für die Anpassung an die bereits spürbaren Folgen des Klimawandels eine systematische Grundlage bieten. „Besonders wichtig ist, dass wir nicht nur auf CO2-Reduktion, sondern auch auf Anpassung setzen. Wir müssen unsere Stadt widerstandsfähiger machen und lebenswert halten – mit mehr Stadtgrün, mehr Bäumen, mehr entsiegelten Flächen“, betont Monat. “Das ist eine Investition in unsere Zukunft!” Klimaadaptionmaßnahmen sollen helfen, das Stadtklima zu verbessern, innerstädtische Hitzeinseln zu reduzieren und Starkregenereignisse besser zu managen. Die Stadtverwaltung und dabei insbesondere die Klimamanagerin wird den Klimaschutz-Aktionsplan, die energetische Erfassung unserer städtischen Gebäude und die Auflistung sinnvoller Maßnahmen zur Klimaadaption federführend in den nächsten Monaten erstellen. Finanziert wird dies also durch die bestehende Personalstelle und aus dem laufenden Haushaltsansatz. Kosten für eine möglicherweise erforderliche externe Unterstützung und für die Umsetzung der sich sich daraus ergebene Maßnahmen bedürfen der Etatisierung im kommenden Haushaltsplan; diese werden jedoch durch Bundes- und Landesmittel gefördert. “Nach der Auflistung und der Priorisierung kommt die Umsetzung”, so Rieth. “Statt aktionistisch und nicht-zielgerichtet scheinbar klimaschützende Maßnahmen zu ergreifen, können wir dann systematisch und effizient Klimaschutz und -anpassung angehen.” Dadurch dass Maßnahmen, die entweder ökonomisch und ökologisch am sinnvollsten sind (entweder wenig Kosten verursachen und/oder viele Kosten einsparen und dabei viel CO2-einsparen), als ersten umgesetzt werden, können begrenzte finanziellen und personellen Möglichkeiten effektiv und nachhaltig eingesetzt werden. Monat versichert: “Wir werden und müssen natürlich weiterhin dranbeleiben: Diese Anträge sind der nächste Schritt für Klimaschutz und -anpassung in Mühlheim, es werden aber noch zahlreiche weitere Schritte folgen”.